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Tagungen

„Alle dabei?!“ - Nachhaltigkeit braucht Vielfalt

2. bundesweite Fachtagung des Interkulturellen Bündnisses für Nachhaltigkeit

Mittwoch, 19. September 2018, 10:00 – 16:30 Uhr
Stuttgart, Hospitalhof

„Brücken bauen ist wichtig!“ – dieser Kommentar einer Teilnehmerin bringt das Ziel der zweiten bundesweiten Tagung „Alle dabei?!“ – Nachhaltigkeit braucht Vielfalt des Interkulturellen Bündnisses für Nachhaltigkeit auf den Punkt. Am 19. September 2018 kamen in Stuttgart rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, um sich zur interkulturellen Öffnung des Umwelt- und Naturschutzes auszutauschen und neue Handlungsansätze mitzunehmen. Gefördert wurde die Tagung durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg und die Heidehof-Stiftung.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer deckten ein breites Spektrum an Umweltverbänden, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften, Kommunalverwaltungen und Organisationen aus dem Bereich der umweltbezogenen und entwicklungspolitischen Bildung ab.

In Impulsvorträgen wurde über Erfahrungen aus verschiedenen interkulturellen Projekten zum Umwelt- und Naturschutz berichtet. Arbeitsgruppen boten Raum für einen ausführlicheren Erfahrungsaustausch zu Themen wie Kooperationen zwischen Umwelt- und Migrantenorganisationen, integrative Formen der Naturpädagogik und neuen Wegen für das Erreichen unterschiedlicher Zielgruppen.

In einem Podiumsgespräch diskutierten der Staatsekretär des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg, Dr. Andre Baumann, Undine Kurth, Vizepräsidentin des deutschen Naturschutzrings, Dejan Perc, Vorsitzender des Landesverbandes der kommunalen Migrantenvertretungen in Baden-Württemberg, Dr. Stefan Wilhelmy, Leiter der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) und Dr. Christina Katz von diversu e.V. als Vertreterin des Interkulturellen Bündnisses für Nachhaltigkeit über Perspektiven für eine interkulturelle Öffnung des Umwelt- und Naturschutzes. Es bestand Einigkeit, dass hier ein großes Potenzial liege, welches noch nicht genügend genutzt werde. Herr Wilhelmy machte deutlich, dass interkulturelle Öffnung ein umfassender Wandlungsprozess sei, der Organisationen nicht unverändert lasse. Herr Perc betonte, dass Nachhaltigkeit eines von vielen Themen sei, in das sich MigrantInnen einbringen möchten, dass es aber noch zu viele Zugangsbarrieren gebe. Herr Baumann erklärte, dass gesellschaftliche Transformationen nicht allein von der politischen Ebene angestoßen werden könnten, sondern dass sie ein gesamtgesellschaftlicher Prozess seien, der vor allem von der Zivilgesellschaft auf der lokalen Ebene in die Tat umgesetzt werden müsste. Frau Dr. Katz forderte Unterstützung für einen strukturierten Erfahrungsaustausch zu Fragen der interkulturellen Öffnung im Umwelt- und Naturschutz und Frau Kurth regte an, Gesprächsformate zu entwickeln, um besonders jene Menschen zu erreichen, die sich bisher noch nicht mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen.

Der Infomarkt der Tagung wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern genutzt, um eigene Projekte vorzustellen und sich untereinander zu vernetzen. 

Tagungsprogramm

Tagungsdokumentation

Vorträge

Dr. Christine Katz, Diversu e.V. & Dr. Silke Kleinhückelkotten, ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung: Einführung in die Tagung und Vorstellung des Interkulturellen Bündnisses für Nachhaltigkeit

Magdalena Adamczyk-Lewoczko, LIFE- Bildung Umwelt Chancengleichheit e.V.: Spandauer Neustadt. Ökologisch. Nachhaltig. Vielfältig.

Baraa Abu El-Khair, Nour Energy e.V.: Ramadan Plastik Fasten. 30 Tage ohne Plastik.  

Petra Schmettow, finep e.V.: „Casual Learning“ und mehr. Innovative Ansätze der Umweltbildung für unterschiedliche Zielgruppen 

 

Archiv

Interkulturelles Engagement für den Klima- und Umweltschutz

1. bundesweite Fachtagung des Interkulturellen Bündnisses für Nachhaltigkeit am 13. Juni 2017 in Hannover

Im Mittelpunkt der Tagung stand die Frage, wie Engagement für den Klima- und Umweltschutz unter Berücksichtigung unterschiedlicher kultureller Hintergründe gefördert werden kann. Berichtet wurde von Erfahrungen aus Projekten, die sich diesem Ziel auf unterschiedliche Weise nähern: unter anderem durch quartiersbezogene Aktivitäten und durch die Einbindung von Klima- und Umweltschutzthemen in Integrations- und Sprachkurse. Außerdem wurden Anregungen für die interkulturelle Arbeit zum Klima- und Umweltschutz gegeben. Am Nachmittag fanden Arbeitsgruppen statt, bei denen es um die Bedingungen für das Gelingen von Aktivitäten zur Förderung des Engagements für Klima- und Umweltschutz in verschiedenen Kontexten ging. Außerdem gab es einen kleinen Markt der Möglichkeiten, bei dem Projekte und Aktivitäten aus dem Bereich des interkulturellen Klima- und Umweltschutzes vorgestellt wurden.

An der Veranstaltung nahmen rund 40 Personen teil: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Migrantenselbstorganisationen, Kommunen, Umwelt- und Naturschutzorganisationen, Klima- und Umweltschutzberatungsstellen sowie der anwendungsorientierten Wissenschaft. Sie wurde vom Interkulturellen Bündnis für Nachhaltigkeit durchgeführt, das sich interkulturell für die Förderung des Umwelt- und Klimaschutzbewusstseins sowie für entsprechendes Handeln einsetzt, und bildete zugleich den Abschluss des von Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und Umweltbundesamt geförderten Projekts Für einen lebenswerten Stadtteil – Interkulturelles und interreligiöses Engagement für den Klima- und Umweltschutz.

Programm Bündnistagung


 

Vorträge


Für einen lebenswerten Stadtteil: Interkulturelles Engagement für den Klima- und Umweltschutz

Nina Katz und Silke Kleinhückelkotten
diversu e.V. & ECOLOG-Institut


Integra-et-Klima

Marie Seewald
Fachhochschule Dortmund


„Netzwerk MultiKultur Landschaft”

Petra Schmettow
finep – forum für internationale entwicklung + planung


Heimat gestalten

Ute Pfeiffer-Frohnert
Förderverein NaturGut Ophoven e.V.



Ideen säen, Essen ernten”

Impulsvortrag Arbeitsguppe 3
Nadiya Dorokhova, Anton Raynesh, Gadir Chuma
Verein Migranten für Agenda 21


 

Arbeitsgruppe 1:
Projekte/ Aktivitäten auf Augenhöhe: Welche Voraussetzungen gibt es, welche Förderstrukturen, Kooperationsformen etc. werden benötigt?

(Impuls: Petra Schmettow, finep)
Leitfragen für die Moderation


Arbeitsgruppe 2:
Lokale Vermittlungs- und Beteiligungsformen:
Was läuft gut, was nicht und warum?

(Impuls: Nadiya Dorokhova, Migranten für Agenda 21 e.V.)
Leitfragen für die Moderation


Arbeitsgruppe 3:
Umwelt- und Klimaschutz in Integrationskursen:
Was gilt es zu beachten?

(Impuls: Christina Huwald, Multikulturelles Forum e.V.)
Leitfragen für die Moderation


Arbeitsgruppe 4:
Umwelt- und Klimaschutz für und mit Geflüchteten: Welche Potenziale und Grenzen sozial-ökologischer Mitgestaltung gibt es?

(Impuls: Ute Pfeiffer-Frohnert, Förderverein NaturGut Ophoven e.V.)
Leitfragen für die Moderation